Freitag, 1. Februar 2008

AMS: Im Alfa Spider an die Riviera

Die Auto, Motor und Sport-Redaktion hat im Magazin einen speziellen Artikel zu einem Alfa Spider veröffentlicht. Der verantwortliche Redaktor fuhr von Stuttgart an die Riviera und wieder zurück.

Einige Zitate:
"Im Winter auf der Suche nach Cabriowetter: Mit dem Alfa Romeo Spider unterwegs an der sonnenverwöhnten Riviera di Levante von Portofino nach Portovenere. "

"Doch mit jedem Millimeter, den das Quecksilber im Thermometer klettert, verblassen die Strapazen der Anreise gen Süden. Im Hafen von Portofino scheint es dann so, als sei nichts gewesen - längst ist das Verdeck unter der Persenning verstaut. Von Osten lugt langsam die Sonne herein. In ihrem Licht strahlt das Meer türkisblau, wiegen kleine Wellen die letzten Boote sanft hin und her. Stück für Stück kriecht sie über das Kopfsteinpflaster der Piazzetta, nimmt den kleinen Platz immer mehr in Besitz und trocknet die letzten Tropfen auf dem roten Spider. Endlich angekommen. "

"Die ligurische Riviera ist von Petrus begünstigt. Sie öffnet sich zum Süden - und zum Meer. Kein Ort ist hier mehr als 35 Kilometer von der Küste entfernt. Die Berge im Rücken halten Schlechtwetter-Wolken zurück, und auch die Wintermonate sind sonnig mit Durchschnittstemperaturen von weit über zehn Grad Celsius - davon können Cabriofahrer hierzulande während der dunklen Jahreszeit nur träumen. "

"Auf der kurvigen Küstenstraße Richtung Rapallo und weiter an Sestri Levante vorbei zeigt der Spider, aus welchem Land er kommt. Jede Kurve, und windet sie sich noch so eng um die steilen Hänge, nimmt er mit der Agilität eines Hecktrieblers - klar, was Ugo Repeto gemeint hat. In Rechtsbiegungen schwappt der Sprit im Tank, so dass die Warnlampe im Cockpit flackert. Die zwei Liter Hubraum machen Schalten dafür zur Nebensache. Was für ein Genuss, mit der Sonne im Blick und dem Fahrtwind im Haar, der einen bekannten Geruch in die Nase trägt. Es brennt. "

"Über den Häusern steigen schwarze Rauchsäulen auf. Feinstaub-Alarm. Die Riviera putzt sich dieser Tage heraus für die neue Saison, Anwohner verbrennen ihre Gartenabfälle. Verwelkte Blätter sind darunter, Äste von Olivenbäumen, Palmen und Zypressen. Ein öliger Duft liegt in der Luft, der erst an der Grenze zum Nationalpark Cinque Terre verschwindet. Zuvor jedoch geht es ab Deiva Marina serpentinenartig ins Hinterland. "

"Die malerischen fünf Örtchen der Cinque Terre bieten einen Ausblick für Romantiker. Eines ist schöner als das andere, und doch sind sich Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore irgendwie ähnlich - und sei es nur in ihrem morbidem Charme. Über schmalen Buchten klettern Häuser in allen Farben an den Klippen empor. Rote, gelbe, orangefarbene. Allerdings nagt an ihnen der Zahn der Zeit. Der Putz platzt ab, ein tristes Grau tritt hervor. "

"Monterosso al Mare ist die größte Ansiedlung der Cinque Terre. Im Zentrum wimmelt es nur so von kleinen Gassen, die von der Via Roma abgehen. An ihrem Ende liegt links die Enoteca Ciak von Francesca Ballabio, die sich hinterm Tresen über den "Corriere della Sera" beugt und die Wetterkarte auf der vorletzten Seite studiert. Über Stuttgart ist eine graue Wolke eingezeichnet, darunter drei diagonale Striche und die Ziffer drei. "Nix gute Wetter in Deutschland", sagt sie. "Besser bleibe hier." Doch ein Andenken muss reichen: eine Halbliterflasche Olivenöl für acht Euro aus dem Regal - das flüssige Gold Liguriens. Dann geht die Reise weiter zum Ziel in Portovenere. "

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